Erhöhter Cholesterinwert: Das müssen Sie wissen

Ein erhöhter Cholesterinwert zählt zu den größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen. Je höher Ihr Cholesterinspiegel im Blut ist, desto höher ist etwa die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu erleiden. Laut Statistischem Bundesamt waren Herzinfarkt und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen im Jahr 2014 die Todesursache Nummer Eins in Deutschland1.  Höchste Zeit also, sich darüber Gedanken zu machen, ob Ihre Cholesterinwerte normal sind oder ob es vonnöten sein könnte, vorbeugende Maßnahmen einzuleiten. Wie Ihr Gesamtcholesterin-Wert ermittelt wird und wie Sie diesen einschätzen können, erfahren Sie hier.

Cholesterin erhöht Herzinfarktrisiko

Wenn sich zu viel Cholesterin (eine fettähnliche Substanz) im Blut befindet, kann es sich an den Wänden der Arterien anlagern und dort eindringen. Da das Immunsystem die Eindringlinge bekämpft, entsteht an der betreffenden Stelle eine Entzündung. Das Gewebe nimmt dadurch Schaden und die Ansammlung an der Gefäßwand wird größer. Dies führt zu einer zunehmenden Verkalkung der Arterien (Arteriosklerose).

Dadurch werden die Blutgefäße verengt und beispielsweise der Blutfluss zum Herzen verlangsamt beziehungsweise blockiert. Das Blut transportiert allerdings lebenswichtigen Sauerstoff in Richtung Herz. Wenn keine ausreichende Blut- und Sauerstoffzufuhr gegeben ist, können aufgrund des abgelagerten Cholesterins Symptome wie heftige Schmerzen im Brustbereich (vor allem bei Belastung) auftreten. Wird die Versorgung mit Blut zu einem Teil des Herzens vollständig blockiert, führt dies zu einem Herzinfarkt.

Ein erhöhter Cholesterinwert im Blut verursacht also selbst keine bestimmten Symptome. Aus diesem Grund sind sich viele Menschen gar nicht bewusst, ob ihre Cholesterinwerte normal sind. Für die Vorbeugung von Herzerkrankungen ist es daher enorm wichtig, dass Sie Ihren Gesamtcholesterin-Spiegel im Blut von einem Arzt bestimmen lassen. Die Senkung eines erhöhten Cholesterinwerts verringert nachweislich das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder andere Herz- und Gefäßkrankheiten zu entwickeln. Erhöhte Cholesterinwerte frühzeitig zu erkennen, geht jeden an – unabhängig davon, ob Sie bereits an einer Herzkrankheit leiden oder nicht.

Sind meine Cholesterinwerte normal?

Jeder Mensch ab einem Alter von etwa 35 Jahren sollte seinen Cholesterinspiegel mindestens alle fünf Jahre messen beziehungsweise überprüfen lassen. Bei Patienten mit deutlich erhöhtem Herzinfarkt-Risiko oder bei Menschen, die bereits an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden, empfiehlt sich eine regelmäßigere, mindestens jährliche Kontrolle. Dies geschieht am besten mittels Bluttest beim Arzt. Und keine Sorge: für die gängigen Tests genügt meist schon ein Tropfen Blut. Ihre Blutprobe gibt Aufschluss über

  • das Gesamtcholesterin
  • den LDL-Wert ( = „schlechtes“ Cholesterin; maßgeblich an der Verkalkung der Arterien beteiligt)
  • den HDL-Wert ( = „gutes“ Cholesterin, dem eine gefäßschützende Wirkung zugeschrieben wird)
  • die Triglyceridwerte ( = weitere Fette im Blut, die vorwiegend aus der Nahrung stammen)

Welche Cholesterinwerte normal sind und wann ein erhöhter Cholesterinwert vorliegt, können Sie der folgenden Cholesterin-Normwerte-Tabelle entnehmen.

Cholesterin-Normwerte-Tabelle

Test
Erwünschter Normwert2
Gesamtcholesterinunter 200 mg/dl
LDL-Cholesterinunter 100 mg/dl
LDL-Cholesterinüber 40 mg/dl
Triglycerideunter 150 mg/dl

Hinweis: Die angegebenen Daten sind lediglich Durchschnittswerte und als grobe Faustregel zu sehen. Ihr Arzt wird die einzelnen Werte keineswegs getrennt voneinander betrachten, sondern beispielsweise besonders auf das Verhältnis von HDL- zu LDL-Cholesterin achten. Dieser sogenannte LDL-HDL-Quotient sollte möglichst klein ausfallen. Er wird umso größer, je mehr LDL-Cholesterin beziehungsweise je weniger HDL-Cholesterin sich im Blut befindet. Wann ein Cholesterinwert konkret erhöht oder zu hoch ist, wird darüber hinaus grundsätzlich auch von Faktoren wie Alter, Geschlecht und Lebensführung beeinflusst. Zudem fließen bereits bekannte Risikofaktoren (etwa Rauchen, Übergewicht, hoher Blutdruck oder Vorerkrankungen) in die Bewertung mit ein. Ein Arzt interpretiert die Cholesterinwerte also stets auf den individuellen Patienten zugeschnitten.


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