Herzinfarkt vermeiden: Risiken kennen und bewusst leben

Nur wer die Risiken für einen Herzinfarkt kennt, ist in der Lage, seine Lebensweise zu überdenken und bestmöglich anzupassen. Mit verschiedenen Maßnahmen halten Sie Ihre Blutgefäße gesund und können Ihren persönlichen Beitrag leisten, einen Herzinfarkt zu vermeiden. 

Arteriosklerose ist ein bekannter Herzinfarkt-Verursacher

Hauptursache für den Herzinfarkt ist eine Arteriosklerose der Blutgefäße. Durch Ablagerungen an den Gefäßwänden werden diese rau und brüchig. Sie reißen leichter ein. Sobald das geschieht, kann sich ein Blutgerinnsel bilden und entweder das Gefäß an Ort und Stelle verschließen oder an einer anderen, noch engeren Stelle zu einem Gefäßverschluss führen. Die Folge: Das Gewebe dahinter wird nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgt. Sind die Herzkranzgefäße betroffen, kommt es zum Herzinfarkt.

Schnelle Hilfe bei Herzinfarkt

Ein Herzinfarkt ist ein akuter Notfall, der bei Nichtbehandlung zum Tod führen kann. Werden die Gefäße nicht rechtzeitig geweitet, meist geschieht das mittels Herzkatheter und Einsetzen eines Stents (Gefäßstütze), stirbt der Herzmuskel weiter ab. Es kommt zur Narbenbildung und einer eingeschränkten Herztätigkeit, die zulasten der körperlichen Belastbarkeit geht. Viele Betroffene leiden nach einem Infarkt an einer Herzschwäche.

Herzinfarkt vermeiden: Tipps, um die Herzgesundheit zu erhalten

Zahlreiche Faktoren, die Sie selbst in der Hand haben, wirken sich auf die Gefäßgesundheit aus. Je gesünder Sie leben, desto eher lässt sich ein Herzinfarkt vermeiden:  

  • Geben Sie das Rauchen auf
    Die Giftstoffe, die durch das Rauchen ins Blut gelangen, beschädigen Zellen und somit auch die Gefäßwände. Dadurch werden diese anfälliger für Ablagerungen. Wenn Sie es selbst nicht schaffen, mit dem Rauchen aufzuhören, suchen Sie sich Hilfe und sprechen mit Ihrem Arzt über mögliche Maßnahmen zur Unterstützung.
  • Ernähren Sie sich gesund
    Eine möglichst fett- und cholesterinarme Ernährung sollte Ihr Ziel sein. Der Grund: Zu hohe Triglycerid- (bestimmte Blutfette) und Cholesterinwerte im Blut begünstigen Gefäßablagerungen. Eine Übersicht geeigneter Lebensmittel finden Sie in unserer Cholesterintabelle. Ganz allgemein sollten Sie Butter einsparen und durch Fette mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren (Olivenöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl) ersetzen. Essen Sie viele Ballaststoffe (Getreideprodukte, Obst und Gemüse). Hier gibt es mehr Informationen zur gesunden Ernährung.  
  • Bewegen Sie sich ausreichend und treiben Sie Sport
    Durch Bewegung bleiben Sie fit und die Gefäße frei. Sport wirkt blutdrucksenkend und schützt so vor einem Herzinfarkt. Klären Sie mit Ihrem Arzt, welche Sportart für Sie geeignet ist. Generell sind leichte Ausdauersportarten eine gute Möglichkeit, für mehr Bewegung zu sorgen. Dazu zählen Radfahren, Schwimmen, Walking, Rudern oder Aquasport. Und: Der Sport sollte Spaß machen und nicht zur zusätzlichen Belastung werden. Schließen Sie sich beispielsweise einer Sportgruppe an. Oder Sie hören sich in Ihrem Freundeskreis um, ob jemand Lust auf gemeinsames Radfahren oder Laufen hat. In der Gruppe oder zu zweit überwinden Sie leichter den inneren Schweinehund. So gelingt es, dauerhaft am Ball zu bleiben.
  • Behalten Sie Ihr Gewicht im Auge
    Ein paar Pfunde zu viel sind noch kein Grund zur Besorgnis, allerdings lässt deutliches Übergewicht den Blutdruck in die Höhe schnellen. Eine Kombination aus Sport und gesunder, kalorienbewusster Ernährung hilft beim Abnehmen und Herzinfarkt vermeiden.
  • Blutzucker messen
    Vor allem, wenn Sie Diabetiker sind, ist es wichtig, auf die Blutwerte zu achten. Zu hoher Blutzucker führt zu einem Überangebot an Blutfetten, die sich wiederum an den Gefäßwänden ablagern und zu Arteriosklerose führen können. Zudem merken Betroffene mit einem schlecht eingestellten Blutzucker oft keine Herzinfarkt-Vorboten oder erleiden einen „stummen“ Infarkt. Kontrollieren Sie deshalb täglich Ihren Blutzucker und informieren Sie Ihren Arzt, wenn starke Abweichungen von den gewöhnlichen Werten auftreten.
  • Lassen Sie Blutfettwerte und Blutdruck regelmäßig kontrollieren
    Nehmen Sie die von den Krankenkassen übernommenen Vorsorgeuntersuchungen (für gesetzlich Versicherte ab 35 Jahre, zweijährlich) wahr und lassen Sie Ihr Blut untersuchen sowie den Blutdruck kontrollieren. Wer von dem sogenannten „Weißkittel-Syndrom“ betroffen ist und nur bei der Messung in der Arztpraxis einen zu hohen Blutdruck hat, kann diesen in der Apotheke messen lassen. Ein Heimgerät für die Selbstmessung ist erst dann sinnvoll, wenn Sie die Diagnose „Bluthochdruck“ erhalten haben.

Diese Herzinfarkt-Risiken sind unveränderlich: Geschlecht, Alter, Erbanlagen

Es gibt Dinge, die können Sie nicht beeinflussen, um einen Herzinfarkt zu vermeiden. Dazu zählen das Geschlecht, die erbliche Veranlagung und das Alter. Männer sind anfälliger für einen Herzinfarkt als Frauen. Allerdings gleicht sich die Zahl der Frauen mit Eintritt der Wechseljahre an die der Männer an. Generell steigt das Risiko für einen Herzinfarkt mit zunehmenden Alter deutlich. Haben Ihre Eltern in recht jungen Jahren (Mutter unter 45, Vater unter 55) einen Herzinfarkt erlitten, ist es sehr wahrscheinlich, dass Sie die Veranlagung dazu geerbt haben.

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